Baukostenaufstellung

Immer wieder müssen wir feststellen, dass angehende Bauherren bei der Baukostenaufstellung nur das Haus mit dem Grundstück kalkulieren, jedoch wesentliche zusätzliche Kosten nicht berücksichtigen.

Zur Baukostenaufstellung gehören die folgenden Positionen:

1. Grundstückskosten
Zu den Kaufkosten für das Grundstück und eventuellen Maklerprovisionen werden sogenannte Erwerbsnebenkosten fällig.
Darunter fällt die Grunderwerbssteuer, die in NRW 6,5% des Grundstückspreises beträgt.
Der Notar erhält durchschnittlich 1,5% vom Grundstückspreis plus einen Betrag von etwa 1.000,- € für die Gerichtskosten und Schreibarbeiten.

2. Einrichtung der Baustelle
Beim Hausbau werden ein Baustromanschluss und ein Bauwasseranschluss benötigt.
Zusätzlich kommen noch Kosten für die sonstigen vorbereitenden Arbeiten hinzu.
Sollte das Grundstück mit Bäumen bewachsen sein, so sind die Kosten für die Fällarbeiten ebenfalls zu berücksichtigen.

3. Bodengutachten
Um den Bauherren vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, ist auf dem Grundstück vor Baubeginn ein geologisches Gutachten einzuholen.
Dieses berücksichtigt die Beschaffenheit des Unterbaus sowie eventuelle Bodenbelastungen mit Fremdstoffen, die auf dem Grundstück vorhanden sind.
Je nach Bodengüte muss ein unterschiedlicher Unterbau unter die Bodenplatte oder den Keller erfolgen.

4. Einmessung und Lageplan
Für den Bauantrag muss das Grundstück amtlich vermessen werden sowie das Haus auf das Grundstück eingeplant werden.
Die Kosten für ein Schnurgerüst fallen im Regelfall mit etwa 250,- € zusätzlich an.
Zusätzlich wird ein Höhenprofil erstellt, damit das geplante Haus den Bestimmungen des Bebauungsplanes hinsichtlich der vorgegebenen Firsthöhe und der Traufhöhe entspricht.
Ein zu erstellender Lageplan ist Teil der Vorgaben zur Einreichung des Bauantrages.
Die Arbeiten des Vermessers werden dem Bauherren mit durchschnittlich 3.500,- € in Rechnung gestellt.

5. Bauantrag und Architekt
Die meisten Haushersteller verzichten wegen der Haftung und der Vorgaben des Verbraucherschutzes auf die Gestellung eines firmeneigenen Architekten.
Fertighausfirmen, egal ob klassischer Holzständerbau oder Massivbau, bieten dem Bauherren an ihren Musterhausstandorten kostengünstige Architekten an, die durchschnittlich etwa 6.000,- € je Bauvorhaben kosten.
Vorsicht wenn Sie Ihr Haus selbst planen und unabhängig von einem Haushersteller selbst bauen, dann rechnen die Architekten nach der Honorartabelle HOAI ab, da werden bei einem normalen Bauvorhaben dann zwischen 12.000,- € und 15.000,- € fällig.
Die Kosten für den Bauantrag werden je Bauvorhaben zusätzlich fällig und betragen je nach Behörde durchschnittlich 1.500,- €.

6. Erdarbeiten und Unterbau
Bei den meisten Bauvorhaben sind die Erdarbeiten auch bei den Fertighausfirmen im Hauspreis nicht enthalten.
Diese Kosten sind nicht zu unterschätzen und betragen für ein Haus auf ebenem Grundstück bereits zwischen 10.000,- € und 15.000,- € einschließlich dem notwendigen Unterbau als Schotter oder Lavalit.
Doch Vorsicht bei einem unebenen Grundstück mit Gefälle.
In diesem Fall sind erhöhte Kosten für die Erdarbeiten fällig.
Bei einem notwendigen Keller fallen durchschnittlich 300 Kubikmeter Erdaushub an, die anschließend oft auf eine Deponie gebracht werden müssen.
Zusätzlich muss für die anschließende Kellerverfüllung nach Vorschrift eventuell Füllmaterial zugekauft werden.

7. Kanalarbeiten
Nicht zu unterschätzen sind die Kosten für die Verlegung des Kanals auf dem Grundstück.
Oft unterliegen diese Arbeiten dem Hoheitsbereich der örtlichen Kommune, so dass diese von der eigenen Erdbaufirma nicht mitgemacht werden dürfen.
Dafür sind etwa 5.000,- € einzuplanen.

8. optional Rigole
Als Rigole wird ein Sickerspeicher bezeichnet, in dem das aufkommende Regenwasser des Grundstückes versickern soll.
Die Bestimmungen für den Rigolenbau sind je nach Kommune und Vorhandensein von Abflussmöglichkeiten unterschiedlich.
Sollte eine Rigole notwendig werden, betragen die dafür notwendigen Kosten zwischen 1.500,- € und 3.500,- €.

9. Strom, Wasser, Gas, Telekom
Bei den meisten Neubauvorhaben sind heute Gasanschlüsse wegen dem Einsatz von Wärmepumpentechnik entbehrlich.
Jedoch muss durch einen Mehrspartenanschluss die luftdichte und wasserdichte Einführung aller Versorgungsleitungen ins Haus sicher gestellt sein.
Die Arbeiten für den Wasseranschluss, den Stromanschluss und den Telekom-Anschluss belaufen sich auf etwa 6.500,- € bis 8.500,- €.

10. Grundstücksherrichtung
Im Anschluss der Hausherstellung muss das Baugrundstück noch hergerichtet werden.
Dazu gehören die Einebnung des Mutterbodens, Pflasterarbeiten, die Erstellung des Hauseingangs und der Terrasse, die Umfriedung des Hauses mit Platten und Zierkies, die Einsaat von Rasen und die Bepflanzung des Grundstückes sowie gegebenenfalls die Umzäunung.
Hierfür sollten Sie insgesamt mindestens 7.500,- € veranschlagen.

11. Hauspreis
Als nächsten Punkt der Baukostenaufstellung gilt es, den Hauptgegenstand der Kostenaufstellung aufzulisten, nämlich die Kosten für die einzugsfertige Erstellung des Hauses.

12. Carport und Garage
Die Kosten für Carports und Garagen sind der Baukostenaufstellung hinzuzufügen.
Dabei sollen die notwendigen Fundamente und Installationen nicht vergessen werden.
So kostet eine Betonfertiggarage als Einzelgarage komplett etwa 10.000,- €.

Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung und kontaktieren Sie uns bei Fragen oder für einen Termin unter der Mobilfunknummer 01715893175 oder per Mail an hvh-haus@web.de.

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